Montag, 17. September 2018

Spendenlauf Linnich die Zweite

Samstag ist es soweit: um 10 Uhr startet auf dem Sportplatz Bendenweg in Linnich der vierstündige Spendenlauf zu Gunsten von ALS - Alle lieben Schmidt und Peter Borsdorffs "Running for Kids".
Bis jetzt sind die Online-Wetterfrösche zuversichtlich und sagen "heiteres" Wetter voraus, knapp unter 20 Grad und trocken. Beste Voraussetzungen, um sich spontan noch dazu zu entscheiden, sich auf der Tartanbahn auszutoben. Voranmeldung - nicht nötig. Sportliche Höchstleistungen - nicht nötig, Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen, Hunde - alles geht! Eine Portion Idealismus und Spaß an der Sache - unbedingt!
Schließlich wollen alle zusammen doch die 10.0000 Runden laufen, denn dann verdoppelt der Sponsor SIG Combiblock den Spendenbetrag von 1 Euro pro Runde.

Aber hier noch ein paar Infos vom Veranstalter.
- An den Schleusen gibt es Lichtschranken, die die Runden zählen. Bitte Abstand zum Vordermann halten, damit jeder gezählt wird!
- Für die Teilnehmer gibt auf der Strecke es Wasser-/Verpflegungsstände mit Obst und Getränken.
- Außerdem gibt es Kaffee und Kuchen und Gegrilltes und auch eine Snackbar für vierbeinige Läufer.
- Für die Unterhaltung sorgt ein DJ und eine Trommler-Gruppe und für die Kleinen eine Hüpfburg
- und für die Sportler gibts natürlich Umkleidemöglichkeiten  und Duschen im Schulgebäude gegenüber
- Das Power Point Gesundheitszentrum bietet kostenlose physiotherapeutische-medizinische Betreuung bei akuten Sportverletzungen und die Werkfeuerwehr der SIG übernimmt wieder den Sanitätsdienst



WICHTIG:



Aufgrund von Baumaßnahmen ist die Zufahrt zum Bendenweg nur über die Mäusgasse oder die Rurstraße vom Kreisverkehr aus möglich. Parkmöglichkeiten gibt es am Bendenweg und etwas eingeschränkt am Place de Lesquin.

Heute wirst du sterben - The Teacher von Katerina Diamond


Obwohl ich ein großer Fan gutgemachter Thriller bin, war dieser hier mir stellenweise doch zu brutal geschrieben und die Morde zu blutig und detailliert beschrieben.
Das Buch an sich ist sehr gut geschrieben und liest sich flüssig. Außer ein paar Hauptpersonen tauchen nur wenige Nebendarsteller auf, deren Haupt-Aufgabe ist es allerdings, sehr schnell eine sehr grausamen Todes zu sterben. Dieses nur sehr kurze und oberflächliche Anreißen der Persönlichkeiten macht die Geschichte anfangs etwas undurchsichtig und verworren.
Aber wenn man sich auf die Geschichte einlässt und sich darauf verlässt, dass die Autorin irgendwann auch die Verbindung zwischen Opfern und Täter liefern wird, wird man nicht enttäuscht.
Die ausbalancierte Mischung aus dem Leben der Ermittler Imogen Grey und Adrian Miles (beide haben ihr eigenes Päckchen im Leben zu tragen) und den eigentlichen Morden, der Verknüpfung des Jetzt mit der Vergangenheit macht das Buch wirklich lesenswert. Vorausgesetzt man hat starke Nerven, einen starken Magen und keine Angst vor eventuellen Alpträumen. Dann ist es eine klare Lese-Empfehlung.

Montag, 27. August 2018

Spendenlauf am 22. September in Linnich

Auch in diesem Jahr wird auf dem Sportplatz am Bendenweg in Linnich wieder gelaufen, geschwitzt und natürlich: Geld gesammelt. Am 22. September ab 10 Uhr kann sich jeder der möchte (und wenn ich sage jeder, dann meine ich auch JEDER) für bis zu vier Stunden auf die Bahn begeben.
Ganz zwanglos kann jeder so viel, so schnell (oder langsam) laufen, mit und ohne Stöcke - völlig egal! Die Firma SIG Combibloc spendet für jede gelaufene Runde 1 Euro, sollten es mehr als 10.000 Runden werden, wird der Betrag verdoppelt.

Der Erlös kommt ALS - Alle lieben Schmidt e.V. und Peter Borsdorffs "Running for Kids" zu Gute.

Wenn alles klappt, werden Walter und ich auf jeden Fall für die gute Sache dabei sein. Sonst noch jemand?



Mal noch ein paar Worte zum Verein „Alle lieben Schmidt“. Klingt beim ersten Lesen komisch, aber der Name hat einen ernsten Hintergrund.

Zum einen heißt der erste Vorsitzende des Vereins tatsächlich Bruno Schmidt, aber das Akronym aus den drei Worten ergibt ALS, die Krankheit hinter der Kurzform heißt Amyotrophe Lateralsklerose. Bruno Schmidt leidet selbst an dieser Krankheit und möchte mit dem Verein nicht nur Spenden sammeln, sondern auch eine Anlaufstelle für Betroffene und deren Angehörige sein, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen, damit die Selbstbestimmung und Selbständigkeit der Erkrankten so lange wie möglich erhalten bleiben kann.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an die Ice-Bucket-Challenge 2014 im Internet. Bei dieser Challenge schütteten sich unzählige Menschen einen Eimer Eiswasser über den Kopf. Der Schockzustand und die resultierende Erstarrung gleicht wohl der, die an ALS Erkrankte erleben.
ALS ist eine bislang nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Das heißt, dass die für Muskelbewegungen verantwortlichen Nervenzellen sind geschädigt oder entartet. Das kann einerseits zu spastischen Lähmungen führen, andererseits aber zu fortschreitender Muskelschwäche, daraus resultierend zu Muskelschwund.

ALS tritt häufiger bei Männern auf, als bei Frauen. Aber die Gründe für den Ausbruch der Krankheit sind bis heute noch nicht hinreichend klar. Selten tritt die Krankheit in Familien häufiger auf (dann wäre ein genetischer Faktor naheliegend), in anderen Fällen ist eine Häufung in einer bestimmten Gegend zu erkennen. Auch ist ein Zusammenhang mit Kopfverletzungen und ALS-Erkrankung denkbar, da der Baseballspieler Lou Gehrig und der Fußballspieler Krzysztof Nowak beide erkrankten und daran verstarben. Sowohl beim Baseball als auch beim Fußball sind Kopf-Traumata häufiger als bei Nicht-Sportlern.

Woher die Krankheit also kommt, ist noch nicht erforscht. Forschung kostet Geld. Aber es kostet auch sehr viel Geld, den Betroffenen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Mit Fortschreiten der Krankheit verlieren die Erkrankten ihre Bewegungsfähigkeit nach und nach. Viele sind auf einen Rollstuhl angewiesen, die Motorik von Fingern und Händen geht verloren. Oft  zeigen sich die ersten Symptome beim Sprechen und Schlucken. Im Gegensatz zu anderen neurologischen Erkrankungen bleibt bei der ALS das Sprachverständnis vollständig erhalten. Es bestehen auch keine Wortfindungsstörungen. Auf der Website von „Alle lieben Schmidt – ALS e.V.“ steht die Kurzfassung für die Symptome dieser Krankheit:
Bei dieser Krankheit sterben die Nervenzellen ab, die für die Steuerung von Muskelbewegungen zuständig sind. Dadurch verschwinden nach und nach die Muskeln und es treten Lähmungserscheinungen auf, bis die Betroffenen zuletzt im eigenen Körper “gefangen” sind.
Und das bei vollem Bewusstsein, denn auf die kognitiven Fähigkeiten hat die Krankheit keine Auswirkungen.

Und nicht jeder Patient hat die Möglichkeiten, die Stephen Hawking, der wohl bekannteste und berühmteste ALS-Patient, hatte. Der konnte trotz NHS dank seines Vermögens und seiner Popularität sehr viele Hilfsmittel in Anspruch nehmen, von denen andere nur träumen können, wie beispielsweise sein Sprachcomputer.
Andere sind auf den guten Willen der Krankenkassen, ihren eigenen Geldbeutel (oder den der Familie) oder auf Spenden angewiesen.

Wir wollen am 22. September unseren bescheidenen Beitrag leisten.

Melinda Mullet - Whisky mit Mord


Als ihr geliebter Onkel und Ersatzvater Ben stirbt, hinterlässt er der Fotojournalistin Abigail Logan außer seinen Liegenschaften und dem Vermögen auch eine Whiskybrennerei in Schottland. Abigail hat weder einen Bezug zu Schottland noch zu Whisky, tritt das Erbe aber an und reist mit ihrem Freund und Kollegen Patrick (einem Whisky- und Wein-Kenner und Liebhaber) ins abgelegene Balfour.
Willkommen ist sie weder im Dorf  noch in der Brennerei. Noch in London erhält sie Drohungen, die Brennerei wurde mehrfach sabotiert und auch nach ihrer Ankunft bei Abbey Glen reißen die Unglücke nicht ab. Die Kauf-Interessenten stehen Schlange und Abi ringt mit dem Gedanken, die Brennerei einfach zu verkaufen, aber spätestens als ein junger Mitarbeiter tot im Gärbottich gefunden wird, ist Abis Interesse an der ganzen Geschichte geweckt. Und spätestens als dann auch noch die Mälzscheune abbrennt, hatte mich als Leser die Geschichte dann auch gepackt.
Da ich mich mit Whisky ebenso wenig auskannte, wie die Protagonistin, habe ich alle Erklärungen zur Materie sehr interessiert gelesen und kann jetzt mit Fug und Recht sagen: ja, ich kann Single Malt (Originaltitel des Buchs ist „Single Malt Murder“) von Blended unterscheiden und weiß, wieso Whisky mal torfiger schmeckt und mal runtergeht wie Öl.
Die aufkeimende Liebelei zwischen Abi und ihrem Angestellten Grant McEwen läuft so nebenher, ebenso wie manche Geschichtchen im Ort, Dorfleben in Schottland ist wohl ähnlich wie Dorfleben überall – Tratsch und Gerüchte, aber auch tatsächliche Fakten wild gemischt.
Insgesamt habe ich das Buch wirklich sehr gerne gelesen. Der Schluss hat mich völlig überrascht,  Die Hauptcharaktere sind sympathisch und authentisch. Der Schreibstil ist flüssig und birgt Wortwitz, was wohl zum Teil auch auf das Können der Übersetzerin zurückzuführen ist.
Auch hatte ich in einer Rezension des Originals gelesen, dass ursprünglich Fehler enthalten waren (im Original heißt Martin Ferguson wohl Furgurson, das wurde wohl in der Übersetzung verbessert, da Furgurson kein schottischer Name ist; und tatsächlich ist das Band, mit dem die Polizei Tatorte absperrt in Schottland blau-weiß und nicht wie in den USA gelb-schwarz).
Aber dennoch: der Krimi hat unheimlich viel Lokalkolorit. Wer Schottland kennt, wird an vielen Stellen nicken und sagen: „Genau, so ist es!“ und wer nicht, wird nicken und sagen: „Ja, da könnte ich mal hinfahren.“ Denn Lust auf Schottland macht das Buch auf jeden Fall, ob nun mit oder ohne Whisky, am besten ohne Mord, aber unbedingt mit urigen Schotten.

Timm Kruse - Weder geschüttelt noch gerührt

Weder geschüttelt noch gerührt: Mein Jahr ohne Alkohol – Ein Selbstversuch, so lautet der komplette Titel des Buchs von Timm Kruse, das mir der Verlag dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt hat.

Wer drüber nachdenkt, ob er ein Alkoholproblem hat, hat auf jeden Fall latent die Befürchtung, es könnte so sein und sucht hauptsächlich nach Gegen-Beweisen und nicht nach der Bestätigung, tatsächlich ein Problem zu haben. Und so ist es anfangs auch ein Spaß, als der Autor Timm Kruse in einer Zeitschrift einen Test zum Thema „Alkoholkonsum“ macht. Obwohl er sich bewusst ist, dass er regelmäßig trinkt bis zum Filmriss, überrascht ihn das Ergebnis: Ja, Sie haben ein Problem damit, Ihren Alkoholkonsum zu kontrollieren.
Und Kruse beschließt, im Selbstversuch zu ergründen, wie das so ist, ein Leben im völlig nüchternen Zustand.
Er nimmt den Leser mit auf eine Reise durch ein Jahr Abstinenz. Beschreibt die Höhen und Tiefen, die Triumphe und Rückfälle und das Leben in einer Gesellschaft, die Alkoholismus eher toleriert als Abstinenz. Selbst in seiner eigenen Familie stößt er auf Ablehnung und Unverständnis und auch im Freundes- und Kollegenkreis trifft er immer wieder auf bekannte Sprüche wie „Einmal ist keinmal“, „heute kannst du doch…“ oder „Mit dir macht es gar keinen Spaß mehr“.
Das Buch ist gut geschrieben, liest sich sehr flüssig und enthält eine große Portion Humor und sehr viel Selbstironie, Selbstreflexion und Selbstkritik. Timm Kruse schont sich nicht, er beschreibt seine Erfolge genauso wie die Misserfolge (in Form von Rückfällen). Am Ende jedes Kapitels steht ein Fazit, was das Buch sehr schön abrundet. Auch erwähnte Statistiken und Ergebnisse von journalistischer Recherche, die er gekonnt in den Erzählfluss einbindet, machen das Buch sehr gut zu lesen.
Allerdings ist das Buch ein reiner Erfahrungsbericht und taug sehr begrenzt zur Selbsthilfe. Vielleicht, wenn ein Betroffener etwas sucht, in dem er sich selbst wieder erkennen kann, um zu sehen, dass es auch anderen so geht, wie ihm selbst. Aber wirkliche Hilfestellung bietet das Buch nicht, den Anspruch hat der Autor aber auch gar nicht. Er zeichnet ein verstörendes Bild einer Gesellschaft, in der Abstinenzler Spaßbremsen sind und nur der, der auch mittrinkt dazugehört. Und genau die Gesellschaft erlebe ich als Abstinenzler auch. Und das schon seit fast 30 Jahren. Kollegen lachen einen aus, die Familie reagiert mit Unverständnis und man muss mit einem kleinen aber erlesenen Freundeskreis zufrieden sein. Leser, die mehr Glück haben als der Autor und ich, können vermutlich vieles nicht nachvollziehen und werden oft den Kopf schütteln. Und die werden vermutlich die vier Sterne, die ich für das Buch vergebe auch nicht verstehen können.

Montag, 13. August 2018

Neuer Trainingspartner

Ja, ich liebe Sport. Laufen am meisten, aber das Training auf dem Fahrrad kommt ganz knapp dahinter. Vor einem Jahr habe ich mir ein Speedbike gekauft, ein ziemlich billiges mit Kettenantrieb. Das Training damit machte Spaß, war aber ziemlich laut und es lief auch nicht 100% rund, weil sich beim Aufbau das rechte Pedal nur mit sehr viel Kraftanstrengung anschrauben ließ. Und dann im Internet die Liebe auf den ersten Blick: das LifeFitness IC1. (also, die zweite Liebe aus dem Internet, mit der ersten bin ich ja verheiratet, aber das nur so nebenher erwähnt).

Das beste Angebot für das Bike bekam ich bei einem Internet-Shop in Düren - da konnten wir hinfahren, es im Showroom testen und dann tatsächlich auch gleich mitnehmen. Es war auch dann Liebe auf den ersten Tritt:
leise, laufruhig, geschmeidig - schön.

Zwar ist es das Einsteigermodell und das billigste aus der ganzen IC-Serie von LifeFitness, aber es erfüllt alle meine Bedürfnisse. Der Riemenantrieb ist kaum hörbar, der rudimentär ausgestattete Computer zeigt mir die gefahrene Zeit, die Distanz und die RPM (also Umdrehungen pro Minute) an. Klar, weder die Angabe der Kalorien noch die der Pulsfrequenz haben irgendeinen Wert, aber die brauche ich auch nicht. 

Mein Ergomter ist ja auch von LifeFitness, da habe ich lange überlegt, ob ich der Firma nach drei durchgeschmorten Stellmotoren noch eine Chance geben möchte. Aber beim IC1 gibt es kaum Elektronik, die kaputt gehen kann, daher hab ich das Risiko gewagt und die knapp 600 Euro dafür in die Hand genommen.

Das Bike hat eine Schwungmasse von 15 kg, der Sattel ist nicht allzu unbequem und vor allem kann man ihn horizontal und vertikal einstellen, konnte ich vorher nicht und jetzt ist das Training schlagartig wesentlich komfortabler und ergonomischer. Die stufenlose Einstellung des Widerstandes ist wie bei allen Rädern dieser Preisklasse per Drehknopf am Rahmen, der ist gleichzeitig auch die Notbremse. 
Endlich kann ich zu meinen liebsten Trainingsvideos des GCN "richtig" fahren, denn vorher zeigte mir der "Computer" des Bikes keine RPM und die Trainigsvideos sind auf die Pedal-Umdrehungen ausgelegt. Und nein, lieber Matthew Stephens - man muss nicht einklicken 😂 sind Körbchenpedale. 

Das Bike wiegt 48kg und wir konnten es in Einzelteilen in den zweiten Stock tragen, die ganze Kiste war dann doch zu unhandlich. Aber wir haben es nach oben gewuchtet, wie ich das alte in den Keller gebracht habe - das bleibt mein Geheimnis. 

Der Zusammenbau war trotz ausschließlich englischer Anleitung völlig problemlos. Dass der Magnet für die Schwungscheibe fehlte, ohne den der Computer keine Bewegung registrieren kann, dafür konnte ja keiner was. Den lieferte mir der Servicepartner von LifeFitness inzwischen nach und seither funktioniert alles einwandfrei.

Wer also ein günstiges, stabiles und gutes Einsteigermodell sucht, keine allzugroßen Ansprüche hat, aber hart trainieren möchte, der ist mit dem IC1 meiner Meinung nach sehr gut bedient.

Und so sieht es aus:

Dienstag, 7. August 2018

Karin Slaughter - Ein Teil von ihr

Dankenswerter Weise hat mir Harper Collins das EBook „Ein Teil von ihr“ von Karen Slaughter zur Verfügung gestellt. Stell dir vor, du wirst nach über 30 Jahren von einer Vergangenheit eingeholt, von der du nicht mal wusstest, dass es sie gibt. Deine Mutter, eine unbescholtene, belibte, 55-jährige Logopädin, beschützt dich vor einem Amokschützen, indem sie ihn tötet und du wirst das Gefühl nicht los, dass sie es genossen hat. Mit diesem Szenario beginnt der neueste Thriller von Karin Slaughter und dann nimmt das Buch rasant Fahrt auf und nimmt den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt aus Spannung, Psychogramm und persönlichen Verflechtungen. Gekonnt verflicht die Autorin die beiden Handlungsstränge von 2018 und 1986. Sie zeichnet in gewohnter Manier ihre Charaktere und beschreibt deren Eigenheiten, Abartigkeiten und Abgründe.mit gewohnt derber Sprache und blutigen Details. Mit diesem Stand-Alone Thriller hat Karin Slaughter nach dem eher mauen „Pretty Girls“ wieder ein solides, bis zum Schluss spannendes Werk abgeliefert. Einzig die deutsche Übersetzung liest sich an manchen Stellen leider etwas holprig, was aber den Lesegenuss nicht schmälert. Ein absolutes Muss.