Samstag, 22. August 2026

Zerbrochene Stille - Arnaldur Indriðason

„Zerbrochene Stille“ heißt Arnaldur Indriðasons sechster Roman um den ehemaligen Kommissar Konráð. Dieser versucht nach wie vor, den jahrzehntelang zurückliegenden Mord an seinem Vater Seppi aufzuklären, der Weg zur Lösung dieses Falls führt ihn aber wie immer über Ermittlungen in anderen Verbrechen. Dieses Mal unterstützt er die Polizei bei der Aufklärung eines Mordfalls, der ihn tief in die isländische Geschichte des kalten Krieges eintauchen lässt.

Aber von vorn.

Im Hafravatn, einem See in der Nähe von Reykjavík, wird ein Tourist tot aufgefunden, offenbar wurde er ermordet. Erste Ermittlungen ergeben, dass er zwar als Urlauber in der Gegend war, er war aber ursprünglich in Island geboren und aufgewachsen und in den 1980ern nach Norwegen ausgewandert. Vor seiner Auswanderung hatte er zusammen mit einem Freund eine chemische Reinigung betrieben; dieser Freund verschwand 1983 spurlos. Parallel zu diesem Todesfall beschäftigt Konráð immer noch der „Fall Skafti“, ein Vermisstenfall aus den 1970ern. Vor einigen Wochen (am Ende des fünften Teils der Serie „Dunkles Versteck“) waren Skaftis sterbliche Überreste gefunden worden und die Nachforschungen in dem gut 50 Jahre alten Fall hatten „Polizei und Justiz erschüttert“. Konráð und sein Freund und ehemaliger Kollege Leó hatten seinerzeit wegen Skaftis Verschwinden offenbar einen Unschuldigen ins Gefängnis gebracht. Leó hatte damals das falsche Geständnis erwirkt, außerdem weiß Konráð inzwischen, dass seine verstorbene Frau Erna ihn mit Leó betrogen hat. Das alles belastet die Freundschaft zwischen den beiden sehr. Zudem beschäftigt Konráð auch immer noch der nach wie vor unaufgeklärte Mord an seinem Vater. Könnte es sein, dass die Fälle alle zusammenhängen?

Dieses Mal hat Arnaldur Indriðason seinen Mordfall als Aufhänger benutzt, sich näher mit dem kalten Krieg in Island zu befassen. Inwieweit die Fakten dazu stimmen, kann ich nur beurteilen, aber ich bin mir sicher, der Autor hat gründlich zum Thema recherchiert. Wirklich begeistert hat mich aber auch bei diesem Buch wieder der Schreibstil. Er passt einfach zu Konráð, denn auch er wirkt etwas unnahbar, ein bisschen verworren, aber ruhig, sachlich und stur. Er ist ein Einzelgänger und inzwischen wohl endgültig getrennt von seiner ehemaligen Lebensgefährtin Svanhildur, diese wird im ganzen Buch nicht einmal erwähnt. Dafür gibt es ein Wiedersehen mit seiner Freundin, dem Medium Eygló.

Bemerkenswert an der Krimiserie finde ich, dass der Autor eine unfassbar komplexe Geschichte über mehrere Teile weiterspinnt und seinen Protagonisten Konráð praktisch als „Beifang“ andere Fälle lösen lässt. Er verwebt verschiedene Erzählebenen, unterschiedliche Zeitebenen und vollkommen verschiedene Leben miteinander und schafft es dennoch, alles zu einem stimmigen Schluss zu bringen. Vorläufig. Denn Konráðs großes Ziel ist die Aufklärung des Mordes an seinem Vater. Dem kommt er zwar stetig näher, aber da ist noch kein richtiges Ende in Sicht. Frei nach dem Motto „mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ hangelt Konráð sich von Verdächtigem zu Verdächtigem und nicht nur er verliert manchmal den Überblick, wer Freund und wer Feind ist.

Um den Überblick zu behalten, empfiehlt es sich auch nicht, ohne Vorkenntnisse in die Serie einzusteigen. Das Buch ist der sechste Teil der Reihe und ich finde, man sollte sie wirklich alle in der richtigen Reihenfolge lesen. Ich habe mit Band drei angefangen und schon da war es nicht einfach, den roten Faden aufzunehmen. So viele Namen, so viele Ereignisse – da verliert man sehr leicht den Über- und Durchblick. Wer sich die Mühe machen möchte, der kann am besten ein Personenregister anlegen und die Zusammenhänge aufdröseln, das ist auch angesichts der (für mich zumindest) sehr ungewohnten isländischen Namen eine gute Idee.

Die anderen Teile der Serie sind schon eher latent spannend, aber dieses Werk ist mehr ein Roman über den Kalten Krieg, größere und kleinere Gauner und Verbrecher, Zwistigkeiten in Familien und zwischen Freunden. Der Spannungsbogen ist flach, dafür gibt es enorm viele verwirrende Sprünge vor und zurück in der Zeitlinie. Wer einen aufregenden Krimi erwartet, wird bei dem Buch vermutlich trotz des wirklich guten Schreibstils und der hervorragenden Übersetzung enttäuscht sein. Die Geschichte ist anspruchsvoll und vielschichtig und es dauert bis kurz vor Schluss, bis man endlich weiß, wie der Prolog und das erste Kapitel mit dem Rest zusammenhängen.

Von mir gibt es vier Sterne und eine Lese-Empfehlung an alle, die den Autor mögen und die Serie weiterverfolgen möchten.  

Schwüre, die wir brechen - Roman Voosen/Kerstin Signe Danielsson

„Schwüre, die wir brechen“ ist der zweite Teil der „Ein Fall für Svea Karhuu und Jon Nordh“-Krimiserie von Roman Voosen/Kerstin Signe Danielsson. Ich hatte den ersten Teil „Tode, die wir sterben“ schon gelesen und er hatte mir sehr gut gefallen. Dieses Buch fand ich um einiges schwächer, aber trotzdem gut zu lesen.

Aber von vorn.

Das Ermittler-Duo Jon Nordh und Svea Karhuu hat sich inzwischen zusammengerauft. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres ersten gemeinsamen Falls (nachzulesen in „Tode, die wir sterben“) kann man den kauzigen Witwer und alleinerziehenden Vater und die strafversetzte Kollegin, die seinerzeit die Polizeischule als Jahrgangsbeste abgeschlossen hat, als Team betrachten. Neben ihrem aufreibenden Job haben beide nach wie vor mit privaten Problemen zu kämpfen. Der Fall, mit dem sie es dieses Mal zu tun haben, hat es in sich. Er fängt damit an, dass in einem Boot auf einem Malmöer Kanal eine männliche Leiche gefunden wird. Das an sich ist noch nicht spektakulär, schließlich sind die beiden Ermittler bei der Mordkommission. Allerdings wurde dem Opfer das Herz entfernt, dazu wurde dem Mann der eigene Kopf abgetrennt und ihm stattdessen ein Krokodilkopf angenäht. Jon wird von Svea und der Chefin Nora Mellander dazu gedrängt, die Ermittlungen aufzunehmen. Letztere ködert ihn damit, dass er dann endlich die Ermittlungsakte zu dem Unfall bekommt, bei dem seine Frau vor geraumer Zeit zusammen mit seinem ehemaligen Partner Calle ums Leben gekommen ist. Und während die Ermittler noch eher plan- und ziellos arbeiten, wird eine zweite Leiche gefunden, dieser wurde der Kopf eines Falken angenäht. Auffällig an dieser Leiche ist aber auch, dass sie über und über mit Zeichen bedeckt war, die an ägyptische Hieroglyphen erinnern. Wegen dieses Fundes schauen sich die Ermittler den ersten Mord noch einmal genauer an, Überraschung: Auch im Umfeld des ersten Opfers sind solche Zeichen zu finden. Ist es tatsächlich ein Serienmörder, der in Malmö sein Unwesen treibt? Und falls ja, was ist sein Motiv?

Nachdem ich „Tode, die wir sterben“ mit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich mich auf die Lektüre von „Schwüre, die wir brechen“ sehr gefreut. Hundertprozentig überzeugt hat mich das Buch allerdings nicht. Zwar fand ich es sehr spannend und auch stilistisch gut zu lesen, die Idee hinter dem Buch hat mich aber nicht wirklich abgeholt. Die ägyptischen Zeichen waren für mich bis zuletzt ein eher überflüssiges Element, ohne das das Buch vermutlich auch sehr gut ausgekommen wäre. Ja, es wird am Schluss geklärt, was hinter allem steckt, aber auch diese Erklärung finde ich ein wenig mager.

Abgesehen davon ist das Buch gut geschrieben. Es ist spannend und sprachlich bodenständig, aber das Konzept ist nicht ganz so stimmig wie im ersten Band der Reihe. Auch da dauerte es lang, bis klarwurde, wie der Prolog und die eingeschobenen Kapitel zum „großen Ganzen“ des Buchs passen, aber bei „Schwüre, die wir brechen“, dauert es meiner Meinung nach zu lang und mit jedem Exkurs zu einem ominösen Peter wurde meine Verwirrung größer und damit leider auch meine Frustration. Die „Ausflüge“ sind zwar interessant, vor allem sein Leben in der chilenischen Colonia Dignidad, aber was sie im Endeffekt zum Krimi beitragen, bleibt für mich zu lange unklar. 

Die Ausarbeitung der Charaktere finde ich hingegen wirklich gut. Svea Karhuu und Jon Nordh fand ich im ersten Teil schon sehr gut beschrieben, die beiden baut das Autoren-Duo weiter aus. Jon versucht immer noch Kinder, die privaten Ermittlungen zum Unfalltod seiner Frau und seine Arbeit unter einen Hut zu bekommen, was ihm eher schlecht als recht gelingt. Svea hat ebenfalls eine private Ermittlung am Laufen, sie wird anonym bedroht und versucht mithilfe ihre Vaters herauszufinden, von wem. Leider verrennen sich beide in ihren privaten Ermittlungen und sehen vieles (zumindest für die Leserschaft) Offensichtliches nicht. Interessant finde ich aber bei beiden, dass sie sich als Ermittlerduo zusammengefunden haben und sich eher auf Augenhöhe begegnen. Selbst die Kollegen Wallgren und Stöcker (in Anlehnung an Walldorf und Stattler „die Muppets“ genannt) werden von ihnen mehr mit Wohlwollen bedacht als im ersten Teil der Reihe, wobei mich Wallgrens zwanghaftes Kichern in den unpassendsten Augenblicken gründlich nervt.

Insgesamt ist es für mich ein solider Krimi, dem allerdings das Skandinavische fehlt, er könnte meiner Meinung nach genauso gut in Wanne-Eickel spielen. Der Spannungsbogen sieht ein bisschen wie eine Sinuskurve aus, manchmal sehr hoch und manchmal ist er nicht vorhanden. Alles in allem würde ich sagen, dass das Autoren-Duo die Geschichte ein wenig überladen hat, was der Spannung abträglich war. Die ägyptische Komponente, der wirklich grausame Mörder, die Erfahrungen von Peter in der Colonia Dignidad UND dann noch die privaten Baustellen der Ermittler – das alles zusammen war einfach ein bisschen zu viel und der Schluss ein bisschen unbefriedigend. Deshalb kommt das Buch für mich über ein „solide“ und „unterhaltsam“ nicht hinaus und bekommt von mir 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4.


Samstag, 8. August 2026

Akte Nordsee. Die letzte Predigt - Eva Almstädt

„Die letzte Predigt“ ist der Titel des vierten Teils von Eva Almstädts „Akte Nordsee“-Reihe. Wie üblich stehen Anwältin Fentje Jacobsen und ihr Freund, der Journalist Niklas John im Mittelpunkt. Das Verhältnis der beiden ist ja ohnehin eher eine on-off-Beziehung, im Moment sind sie in einer off-Phase. Dennoch ermitteln sie gemeinsam, als in Estherwieck kurz nacheinander zwei Tote gefunden werden. Klingt spannend – ist es aber leider nicht wirklich. Für mich ist der Band der bislang schwächste der Reihe.

Aber von vorn.

Eher widerwillig bringt Fentje ihre Oma zu einer Kirchenfeier im Nachbarort Estherwieck, eines von Gretjes Patenkindern feiert dort Silberne Konfirmation. Bei der festlichen Predigt von Pastor Tammo Gerdes wird Fentje aufmerksam, denn die ist eher untypisch. Und auch sonst ist bei dem Fest vieles sehr unharmonisch, zumal ein schlimmes Ereignis schon vor 25 Jahren die Konfirmation überschattet hatte: beim Konfirmandencamp auf Sylt war eine Konfirmandin betrunken von einem Baum gefallen und die Fraktur im Bein war nie vollständig ausgeheilt, einige Jahre später war die junge Frau bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen. Der jetzige Pastor war damals als Betreuer im Camp dabei gewesen. Ausgerechnet Lena, die Cousine der Verunglückten sorgt beim Konfirmationsjubiläum für einen Eklat, da sie sich mit ihrem ex-Mann um das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn streitet. Am Morgen nach der Feier wird der Pastor tot im Watt gefunden. War es ein Unfall oder hat der verwitwete Pfarrer Suizid begangen? Während die Polizei noch in alle Richtungen ermittelt, findet Paul, der beste Freund des Journalisten Niklas John die Leiche von Lena. Unverhofft gerät Niklas unter Verdacht, denn Lena hatte in der Nacht vor ihrem Tod einige Stunden in seiner Wohnung verbracht. Zwar sind Niklas und Fentje momentan getrennt, aber natürlich unterstützt sie ihn dabei, seine Unschuld zu beweisen. Hängen die beiden Todesfälle überhaupt zusammen?

Ich kenne die Serie von Anfang an und bin von diesem Teil nicht besonders angetan. Mir fehlt über weite Strecken die Spannung, das Beziehungsdrama Fentje/Niklas nimmt für mich zu viel Raum ein, dieses ständige Hin und Her nimmt dem Buch die Spannung und mir den Spaß an der Lektüre. Die beiden benehmen sich zum Teil wie unreife verliebte Teenager. Auch das charmante Norddeutsche, das die anderen Teile ausmacht, fehlt mir völlig, denn Oma Gretje hat nur sehr wenige Auftritte im Buch. Da kann die gute Beschreibung der Landschaft, und vor allem der Nordsee, auch nichts gutmachen.

Die Ermittlungen in den Todesfällen sind wie in den anderen Teilen der Reihe auch: viel Intuition, gepaart mit noch mehr Zufällen und der hilfreichen Tatsache, dass auf dem Land jeder jemanden kennt, der jemanden kennt, der hilfreich sein könnte. Schön, aber nicht unbedingt  realistisch. Ärgerlich finde ich einen Fehler, der im Buch gleich zweimal vorkommt. Der GPS-Tracker der Firma Apple heißt „Airtag“ und nicht „Airtac“. Wenn man schon einen sehr speziellen Begriff, sollte man es richtig machen, auch an einigen anderen Stellen hätte dem Buch ein sorgfältiges Lektorat nicht geschadet.

Alles in allem ist das Buch gut und flüssig zu lesen, aber konzeptionell kann es bei mir nicht punkten, obwohl ich die ungewöhnliche Konstellation (das Ermittlerteam besteht aus einer Anwältin und einem Journalisten) sehr mag. Nach einem spannenden Prolog kommt erst einmal über sehr viele Seiten nichts Nennenswertes. Wie der Auftakt zur Geschichte gehört, erfährt die Leserschaft erst einmal nichts, was ich persönlich gut und spannungssteigernd finde. Diese leise aufkeimende Spannung zerredet die Autorin dann aber mir unzähligen Nebensächlichkeiten rund um die silberne Konfirmation und das Konfirmandencamp vor 25, dazu Namen über Namen (die sind natürlich original Norddeutsch, für mich als Schwaben ungewohnt und daher verlor ich ab und zu den Faden und den Überblick). Insgesamt zieht sich der Teil zwischen Prolog und Finale ziemlich, wirklich Fahrt nimmt die Handlung erst im letzten Drittel auf.

Schon der Vorgänger von „Die letzte Predigt“ hatte mich nicht wirklich begeistert, dieser Teil der Reihe kommt über ein „unterhaltsam“ ebenfalls nicht hinaus und ich vergebe drei Sterne. Ich freue mich dennoch auf den nächsten Band und hoffe, dass Eva Almstädt dort zu ihrer gewohnten Form zurückfindet.

Tode, die wir sterben - Roman Voosen/Kerstin Signe Danielsson

Zugegeben, ich kannte das Autorenduo Roman Voosen/Kerstin Signe Danielsson vor der Lektüre von „Tode, die wir sterben“ nicht. Dieses Versäumnis bitte ich zu entschuldigen. Denn die beiden haben mit dem Buch einen Auftakt zu einer Serie geschaffen, der mich wirklich begeistert hat. Das Buch ist nicht nur absolut realistisch, sondern auch bedrückend aktuell.

Aber von vorn.

In Malmö wird der dreizehnjährige Rashid vor einer Pizzeria aus einem Auto heraus erschossen. Ist er ein Zufallsopfer, das zur falschen Zeit am falschen Ort war? Polizeibekannt ist er nicht. Gehörte er trotzdem zu einer der berüchtigten Gangs in Malmö und wurde deshalb erschossen? War es ein terroristischer Anschlag? Oder steckt ein rassistischer Grund dahinter? Droht Schweden womöglich eine neue Welle rassistischer Morde? Dem Ermittler-Duo Svea Karhuu und Jon Nordh läuft die Zeit davon, sie müssen schnell Ergebnisse liefern. Dabei haben beide privat eigentlich genug um die Ohren, Jons Frau war vor einiger Zeit bei einem Unfall ums Leben gekommen und er ist jetzt alleinerziehender Vater von zwei Kindern in Alter von fünf und sieben Jahren. Dazu war seine verstorbene Frau bei ihrem Unfalltod mit Jons Freund und Kollegen zusammen im Wagen gewesen und vermutlich hatten die beiden eine Affäre. Svea wurde nach einem schiefgelaufenen Undercover-Einsatz nach Malmö versetzt. Dieses ungleiche Paar nimmt die Ermittlungen auf, bald gibt es aber ein weiteres Opfer und Rashids bester Freund verschwindet spurlos.

Ich liebe skandinavische Krimis mit speziellen Ermittlern und realem Bezug. Daher hat mich der Klappentext von „Tode, die wir sterben“ direkt angesprochen. Und das Buch hat meine Erwartungen (ich habe bei Krimis nicht wirklich hohe Ansprüche) weit übertroffen. Die Ermittler haben beide ihr Päckchen zu tragen, zudem muss das Duo aus dem frisch verwitweten Jon und der strafversetzten Svea erst einmal aneinander gewöhnen. Jon, der stereotype Schwede (nicht besonders groß, „um die vierzig, schlank, strubbeliges, weizenblondes Haar“) trifft auf Svea, der man mit ihren schwarzen Haaren, den dunklen Augen und der braunen Haut den Migrationshintergrund ansieht, die aber übersetzt schwedische Bärin heißt (Svea heißt schwedisch, Karhuu ist nicht die finnische Sportmarke, sondern heißt in ihrem Heimatdialekt Meänkieli oder Tornedalfinnisch soviel wie Bär).

Die beiden werden vom Autoren-Paar zum Teil sehr plakativ beschrieben, aber sicher sind die Probleme, mit denen Svea aufgrund ihres augenscheinlichen Migrationshintergrunds zu kämpfen hat, realistisch und Jons Kampf, Beruf und die Erziehung zweier trauernden Kinder unter einen Hut zu bringen, ebenfalls. Die privaten Aspekte in ihrer Zusammenarbeit nehmen viel, aber nicht zu viel Raum im Buch ein. Ich konnte mich in beide Protagonisten einfühlen und finde sie hervorragend dargestellt. Die beiden müssen erst noch lernen, einander zu vertrauen und zusammenzuarbeiten, denn bislang bestechen beide durch Alleingänge.

Der Spannungsbogen ist teilweise sehr hoch, die Exkurse ins Privatleben der Ermittler stören nicht, sie sind eher als Verschnaufpausen zu sehen. Geschrieben ist das Buch überwiegend aus Sicht eines außenstehenden Erzählers, der immer nur so viel weiß, wie die Leserschaft. Ein paar „Zwischenkapitel“ sind aus der Perspektive von Taqi und Shishi erzählt, die ein bisschen Einblick in Leben und Gedankengänge von zwei migrantischen Jugendlichen geben.

Da ich die Themen „Schwedische Bandenkriminalität“, „Ausländerfeindlichkeit“ und „weltweiter Rechtsruck“ intensiv in den Medien verfolge, war mir die politische Komponente dieses Krimis bekannt und ich finde sie sehr gut auf- und eingearbeitet. Das Autorenduo schafft für mich den Spagat zwischen Politthriller und Milieustudie sehr gut. Sprachlich ist das Buch gut und flott zu lesen, die vielen Kraftausdrücke und Beleidigungen habe ich erwartet, sie lassen mich beim Lesen dennoch immer wieder zusammenzucken. Ebenfalls sehr nah an der Realität ist der Alltagsrassismus, dem sich Svea ausgesetzt sieht. Selbst ihr Kollege und Partner Jon findet dabei einige Fettnäpfchen, in die er mit voller Wucht tritt.

Mit Jon Nordh und Svea Karhuu haben Roman Voosen und seine Frau Kerstin Signe Danielsson ein interessantes Ermittlerduo mit spannender Vergangenheit und vielen Ecken und Kanten erdacht. Für mich ist „Tode, die wir sterben“ ein gelungener Serienauftakt und ich freue mich auf den nächsten Teil der Serie mit dem Titel „Schwüre, die wir brechen“. Ich empfehle das Buch allen, die Schwedenkrimis, Ermittler mit schwierigem Privatleben und gut durchdachte Krimis mit politischem Hintergrund mögen. Von mir die volle Punktzahl.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Hitlers Gefolgsmann - Axel Spilcker

 „Die Wahrheit muss ans Licht. Der Gedanke daran wird mich nicht mehr loslassen“ – so schließt der Historiker und Journalist Axel Spilcker sein Buch „Hitlers Gefolgsmann“ über seinen Großvater Robert Ley. Das Buch ist ein äußerst interessantes und informatives Werk über den Reichsleiter der NSDAP und Leiter des Einheitsverbands Deutsche Arbeitsfront, die Biografie des geistigen Vaters der Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“, von Projekten wie dem Volkswagenwerk in Wolfsburg, Prora auf Rügen und den Ordensburgen Vogelsang und Sonthofen. 

Axel Spilcker nähert sich seinem Großvater und dem Rest der Familie kritisch. Das Konstrukt der Sippenhaft ist mir fremd, Fakt ist aber, dass Robert Ley als einer der führenden Nationalsozialisten einer der der 24 Hauptkriegsverbrecher war, die im Nürnberger Prozess angeklagt waren. Einer „der einflussreichsten Agitatoren der Zeit des Nationalsozialismus“ entzog sich der Verurteilung schon vor Prozessbeginn durch Suizid. Spilckers Buch beschreibt sowohl die politische Person Robert Ley als auch den Privatmann. Zugegeben, sympathisch sind sie beide nicht. Der politische Emporkömmling schaffte es, als Bauernsohn aus dem Nichts zu kommen und Karriere zu machen. Protegiert von seinem großen Idol Adolf Hitler konnte der promovierte Chemiker zeitweise seinen Hang zum Größenwahn ausleben. Der Ausbau seines Musterguts Rottland im Bergischen Land wurde beispielsweise von der Reichskanzlei mit gut einer Million Reichsmark bezuschusst. „Endlich kann er [Ley] in seiner Heimat den Menschen zeigen, dass er es ganz nach oben geschafft hat.“ Was vermutlich keiner wusste: Leys Aufstieg wurde zum Teil durch Intrigen und Korruption ermöglicht. 

Dabei war der Politiker auch in der eigenen Partei umstritten. Propagandaminister Joseph Goebbels bezeichnete seine Reden als „Dilettantismus, der zum Himmel schreit“. Weggefährten bezeichneten ihn als „Ochsenfrosch der Partei“ (Lutz Graf Schwerin von Krosigk), als „lächerlichen Kobold“ (Walter Darré) und auch seine Alkoholsucht sorgte für Spott und Häme, wobei Worte wie „Reichstrunkenbold“ und „Immerblau“ fielen. 

„Eine innere Zerrissenheit zieht sich durch die Linien der Angehörigen. Ich habe miterlebt, wie etliche Verwandte Robert Ley noch in den 70er- und 80er-Jahren verehrten.“ So zum Beispiel Spilckers Tante Renate, die älteste Tochter Robert Leys aus seiner ersten Ehe (insgesamt hatte Ley vier eheliche Kinder und einen unehelichen Sohn). Wie auch Ley selbst, sah sie ihn als unschuldig an („Robert Ley hingegen, einer der Architekten des deutschen Gewaltregimes, wähnt sich unschuldig. »Von alledem was ich bisher gefragt worden bin über: deutsche Arbeitsfront, meine Tätigkeit als Reichsorganisationsleiter – ist nichts enthalten, was irgendwie den Menschen Schaden gebracht hätte, sondern Deutschen wie Fremdvölkischen ungeheuren Nutzen und Segen.«“) Dabei hatte er bis zu seinem Tod weder den Antisemitismus noch seine Loyalität zu Adolf Hitler abgelegt. „Eine Schlussfolgerung, die deutlich belegt, dass da einer gar nichts begriffen hat.“ – so lautet ein Fazit, das Axel Spilcker zieht. 

Nach Robert Leys Tod legten die Nachfahren gegen seinen ausdrücklichen Wunsch den Namen „Ley“ ab („Ich habe eine Bitte, meine Kinder sollen nicht ihren Namen ablegen. Er wird wieder vom Volk geehrt und geliebt werden, ich kenne mein deutsches Volk. Die Kinder werden einmal stolz sein, meine Kinder zu sein.“) Auch schaffte die Familie es, sich Besitztümer zurückzuholen. „Ein skandalöses Urteil zugunsten meiner Familie“ nennt Spilcker das Ganze. Man klagt sich nämlich nicht nur Gut Rottland ein. „Selbst kleinere Hinterlassenschaften werden ein Fall für die Justiz“. Das schlechte Gewissen hält sich bei meinen Verwandten in Grenzen. „Wir hatten immer das Gefühl, das gehört uns. Und uns steht das zu“, führt man im Rückblick aus. Noch heute tut sich die Familie schwer, zwischen Gut und Böse bei Robert Ley zu trennen. »Als Politiker, das hat man natürlich nie gutgeheißen. Das wäre ja absurd. Aber wo es um die wirtschaftlichen Vorteile ging, dann schon.«

Das Buch liest sich wie ein spannender Roman. Sprachlich ist es flüssig zu lesen, unterfüttert mit vielen Fußnoten und Verweisen. Leider hat es auch einige sehr ärgerliche Schreibfehler. Aber die störten berufsbedingt vermutlich nur mich. Das Buch ist ein wichtiges Werk, heute vielleicht wichtiger denn je. Es zeigt nicht nur den kometenhaften Aufstieg eines vormals unpolitischen einfachen Bauernsohn. Es zeigt auch den Umgang der Nachwelt mit diesem. Eine Familie, die ihn einerseits teilweise noch als Helden verehrt, auf der anderen Seite aber den verräterischen Nachnamen abgelegt hat. Eine Regierung, die nur halbherzig entnazifiziert und den Nachkommen aus Bequemlichkeit die Besitztümer zurückgibt. Und einen Enkel, der Schuldgefühle für etwas hat, für das er nichts kann. 

Da die Zeitzeugen immer weniger werden, sind Bücher wie dieses noch wichtiger geworden. Ich empfehle es jedem, der der Meinung ist: „Nie wieder ist jetzt!“


Dienstag, 2. Juni 2026

Vilhelms Zimmer - Tove Ditlevsen

Tove Ditlevsens Werk unabhängig von ihrer Biografie zu lesen, scheint mir unmöglich. Daher habe ich mich vor der Lektüre von „Vilhelms Zimmer“ auch noch einmal eingehend mit der Vita der dänischen Schriftstellerin befasst. Ihre „Kopenhagen-Trilogie“ kannte ich bereits, ebenso „Gesichter“. Lise Mundus, die Hauptfigur in „Vilhelms Zimmer“, ist so etwas wie Tove Ditlevsens „alter ego“, denn sie war auch in „Gesichter“ aus dem Jahr 1968 die tragende Figur. Oder auch die „tragische Figur“. „Vilhelms Zimmer“ erschien 1975 und war das letzte von ihr selbst veröffentlichte Werk, ein Jahr später beging Tove Ditlevsens Suizid. Jetzt gibt es das Buch auch auf Deutsch, meisterlich übersetzt von Ursel Allenstein, die auch ein erklärendes und wichtiges Nachwort dazu verfasst hat.

Aber von vorn.

Die Schriftstellerin Lise Mundus ist 51 Jahre alt, als sie nach der Trennung von ihrem Mann Vilhelm in der Psychiatrie landet. Die toxische Ehe hat in den 20 Jahren ihres Bestands Spuren bei ihr hinterlassen, daher ist es nicht ihr erster Aufenthalt in der Klinik. Jetzt hat Vilhelm sie endgültig verlassen, er ist mit seiner Geliebten Mille zusammengezogen, obwohl diese „weder jung noch hübsch oder intelligent war, dafür aber eine Herzenskälte besaß, die selbst die unsere übertraf“. Zurück bleiben also Lise, ihr „prächtiger Sohn“ Tom und ein leeres Zimmer. Die „vorübergehend von einer Nervenkrise außer Gefecht gesetzte“ Lise, „eine Größe der dänischen Literatur“,  sucht daher also per Zeitungsanzeige einen Mann, „Autofahrer bevorzugt.“ Kurt meldet sich auf die Anzeige und zieht nicht nur in Vilhelms leerstehendes Zimmer ein, sondern zieht auch Vilhelms zurückgelassene Anzüge an. Er ist 20 Jahre jünger als Lise und füllt die Lücke, die Vilhelm hinterlassen hat. Und das Leben geht weiter, bis zu dem Punkt, an dem es eben nicht mehr weitergeht.

„Vilhelms Zimmer“ ist Tove Ditlevsens letztes Buch und damit ihr literarisches Vermächtnis. Wie von ihr nicht anders gewohnt, steckt unendlich viel von ihr selbst in den geschriebenen Zeilen. Es wirkt ein bisschen so, als habe sie eine imaginäre Checkliste anhand ihres Lebens beim Schreiben abgehakt: toxische Ehe? Check! Fremdgehender Ehemann? Check! Depression, Sucht, Suizidversuche, Psychiatrie? Jawohl, Haken dran! Diese Themen bestimmten ihr Leben und ihr Werk. 

Ähnlich einer Kurzgeschichte wird die Leserschaft bei den meisten Büchern von Tove Ditlevsen direkt in die Handlung geworfen, das „Vorher“ muss man sich während der Lektüre erarbeiten. Stilistisch ist das Buch ebenfalls so, wie ich es von der Autorin erwartet habe. Sprachlich dicht, ein bisschen verworren, teilweise sehr lange und anspruchsvoll konstruierte Sätze und eine Unmenge an Informationen in den Zeilen, aber auch dazwischen. Schlecht für mich, weil ich ein notorischer Quer-Leser bin. Tove Ditlevsen überlässt nichts dem Zufall, bei ihr sitzt jedes Wort, jeder Satz, jedes Komma. Allerdings schreibt sie meist seltsam emotionslos. Ist es die Abgeklärtheit, die die Distanz schafft oder die betäubende Wirkung der Substanzen, die sowohl sie als auch ihre Protagonistin konsumierten?

Die Beschreibungen der Charaktere ist ebenfalls „typisch Ditlevsen“. Die Männer sind eher einfach gestrickt: Vilhelm ist ein notorisch fremdgehender Trinker, der seine Frauen unterdrückt und „sein Ding durchzieht“. Lise ist da komplexer. Sie ist Hausfrau, Autorin und Mutter, wird von ihm aber in die Rolle der unterwürfigen, ja hörigen, grauen Maus gedrängt. Diese lässt sie zusammen mit ihrer Ehe hinter sich, bleibt ihrem Mann aber emotional verbunden, er füllt viel zu oft ihre Gedanken und bestimmt auch aus der Ferne noch einen Teil ihres Handelns, sie wird ja auch durch Vilhelms leerstehendes Zimmer ständig an ihn erinnert.

Das Buch ist sicher eine realistische Beschreibung vieler Ehen, vor allem der Zeit des aufkeimenden Feminismus. Allerdings scheitern Ditlevsens Protagonistinnen meistens bei ihrem Versuch, sich aus der Hassliebe zu befreien – so, wie sie selbst es, nicht zuletzt aufgrund ihrer Suchterkrankung, auch nie wirklich geschafft hat. Das Buch wirkt daher eher zeitlos als nostalgisch oder altbacken.

„Mein einziger, leidenschaftlicher Wunsch besteht darin, das Buch meines Lebens über dich und mich zu schreiben, nicht als Racheakt, sondern einfach nur als Geschichte über eine große Liebe und deren Scheitern“ – so zitiert Übersetzerin Ursel Allenstein einen Brief Tove Ditlevsens an ihren ex-Mann Victor Andreasen. Herausgekommen ist ein schwieriges und schonungslos ehrliches Buch, das mich tief bewegt hat.

 

Dienstag, 26. Mai 2026

Betrogen. Ein Fall für Sieg und Röber - Nella Beinen

„Betrogen“ ist (hoffentlich) der erste Teil einer neuen „Ein Fall für Sieg und Röber“-Serie von Nella Beinen. Das Buch erschien 2024 und 2025 in verschiedenen Auflagen und macht trotz einiger Abzüge wirklich Lust auf mehr.

Aber von vorn.

Dem Ermittlerduo bestehend aus Hauptkommissarin Susanne Röber und Kommissar Benjamin Sieg wird zu Promotionszwecken eine gelernte Journalistin zur Seite gestellt. Doch Alexandra Bieberach ist nicht nur Fachfrau für Social Media und die Außendarstellung der Polizei, sondern auch Benjamins ex-Freundin. Die beiden haben eine unschöne Trennung hinter sich und sollen jetzt zusammenarbeiten. Alex wird direkt ins kalte Wasser geworfen, denn, kaum ist sie in der Dienststelle angekommen, gibt es in der fiktiven niederrheinischen Stadt Niederschwicht auch schon den ersten Mord. Die Gymnasiallehrerin Gertrud Reichel wird tot in einem Garten gefunden. Davor war sie bei einer  Presbyteriumssitzung gewesen. Die Ermittlungen werden wesentlich komplizierter als sich die Ermittler gedacht hätten. Hat der Mord etwas damit zu tun, dass von der Kirchengemeinde ein enorm wertvolles Kreuz gestohlen wurde? Schließlich kannte die Tote den Code für den Safe. Hat ihr Mann sie aus Eifersucht getötet? Oder wurde sie Opfer unzufriedener Schüler? Nach und nach geraten zahllose Menschen in ihrem Umfeld in den Fokus der Ermittler.

„Betrogen“ ist für mich ein Krimi voller Überraschungen. Erstens ist bei den Ermittlungen sehr wenig so, wie es auf den ersten Blick aussieht. Zweitens ist im Privatleben der Ermittelnden noch weniger so, wie es scheint. Dennoch schafft die Autorin den Spagat zwischen Kriminalfall und Privatleben der Ermittelnden und herausgekommen ist ein spannender Krimi mit vielen Verdächtigen und sehr vielen (falschen) Spuren, der zum Miträtseln einlädt. Dazu kommt die Dreiecksbeziehung zwischen Ben, seiner ehemaligen Freundin Alexandra und deren jetzigem Lebensgefährten Tom. Auch die lädt zum Miträtseln ein, denn lange ist unklar, was zwischen den Dreien vorgefallen ist.

Sprachlich fand ich das Buch etwas unausgegoren. Zum einen hat es ein paar Schreibfehler, zum anderen fand ich die Wortwahl an manchen Stellen schlicht falsch. Generell habe ich an Krimis keine übermäßig großen Ansprüche, aber diesem Buch hätte ein besseres Lektorat gutgetan und, da die Geschichte gut konstruiert und die Idee dahinter wirklich gut ist, hätte es eine gründlichere Durchsicht vor der Drucklegung auch verdient gehabt. An manchen Stellen nahm mir eine holprige Sprache auch etwas die Lesefreude und den eigentlichen Spaß an dem Krimi.

Aber abgesehen davon fand ich das Buch durchaus gelungen. Wir gesagt, die Idee finde ich hervorragend, die Ermittlungsarbeit solide und als Leser fand ich mich auch gut abgeholt. Die Verknüpfung mehrere Fälle, die verzwickten Ermittlungen und das komplizierte Privatleben hat mir gut gefallen. Schön fand ich auch, dass das Publikum immer auf demselben Wissensstand ist wie die Ermittelnden. Die Charaktere finde ich sehr gut ausgearbeitet, jede/r hat seine Eigenheiten und ich würde mich freuen, wenn in die Serie weitergeführt würde und man mehr über Alexandra, Ben, Tom und Susanne erführe.

Mein Fazit lautet daher: ausbaufähig und leider nicht das komplette Potential ausgeschöpft, aber dennoch ein solider und unterhaltsamer Krimi, der sich flott lesen lässt. Vier Sterne.