Sonntag, 10. Juni 2018

Das Ende meiner Welt von Charity Norman

Ich hab gestern "Das Ende meiner Welt" von Charity Norman gelesen.
Ich muss sagen: es hat mich von der ersten bis kurz vor die letzte Seite gefesselt. Liegt unter anderem daran, dass es im Heute anfängt und dann die zurückliegenden fünf Jahre rückwärts aufrollt. Also, es fängt praktisch mit dem Schluss an und das aber so wischi-waschi, dass man das Buch komplett durchlesen muss, um mithilfe des Schlusses den Anfang verstehen zu können.

Der Klappentext sagt Folgendes:
"Holzhütten liegen verträumt im Sonnenschein, Ziegen weiden am Ufer eines plätschernden Sees. Nicht ein einziger von Menschen gemachter Laut ist zu hören, nur das ferne Glucksen eines Flusses, das Trillern und Pfeifen von Vögeln.
Ein Paradies.
Oder auch nicht ..."

Es sollte nur eine kurze Auszeit in Neuseeland sein. Doch dann entdeckt die Studentin Cassy das Paradies auf Erden: ein idyllisches Tal am Lake Tarawera, weitab jeder Zivilisation. Hier führen die Menschen ein friedliches und nachhaltiges Leben, und alle sind zutiefst glücklich. Cassy lässt sich immer mehr auf die Gemeinschaft ein und entfernt sich dabei Stück für Stück von ihrer Vergangenheit. Als ihre Familie bemerkt, dass sie Cassy an eine zerstörerische Sekte zu verlieren droht, ist es bereits zu spät -

Aber das Buch ist mehr als ein Krimi-Psycho-Sekten-Drama. Es bietet tiefe Einblicke in beide Seiten der Geschichte: das Leben der von Cassy in der Sekte und auf Gethsemane und wie das Leben ihrer Eltern außerhalb in den fünf Jahren weitergeht, denn, obwohl es sich offensichtlich für Cassy nicht so anfühlt: es gibt ein Leben außerhalb und es geht tatsächlich weiter!
Gespickt ist das Buch mit einer Art "Handbuch für Sektenführer", von einem fiktiven Anthropologen verfasst, aber durchaus plausibel und interessant - und gruselig. Denn die Regeln in diesem Handbuch sind simpel und logisch - und tatsächlich könnte jeder in die Fänge einer solchen Welt-Untergangs-Sekte geraten.

Ganz klare Lese-Empfehlung!

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